Foto: Uwe Schroeder

Zählen, was zählt!

4. bis 13. Juni 2021

Fachgruppe Ornithologie und Naturschutz Oschatz

Wildbienen

Bestäuber brauchen mehr Blütenvielfalt mehr

Foto: Hansjürgen Gerstner

Ein Hektar Lebensraum

Vom Erdbeerfeld zur Insektenwelt mehr

Foto: NABU Oschatz

Baumpflanzaktion

Viele helfende Hände mehr


Willkommen beim NABU Oschatz

„Wir sind, was wir tun: die Naturschutzmacher.“ Unter diesem Motto engagieren sich beim NABU viele Menschen ehrenamtlich für Biotop- und Artenschutz oder in der Umweltbildung. Der NABU setzt sich auf vielfältige Weise ein für Mensch und Natur, insbesondere für den Erhalt der Biologischen Vielfalt. Dazu gehören praktische Arbeiten in der Biotoppflege und im Artenschutz ebenso, wie Vorträge oder gemeinsame Exkursionen. 

 

Die NABU-Fachgruppe Ornithologie und Naturschutz Oschatz hat ihren Arbeitsschwerpunkt in der Vogelkunde, kümmert sich aber auch um die Landschaftspflege sowie um den Schutz von Fledermäusen, Amphibien und Insekten. Das Arbeitsgebiet umfasst den Altkreis Oschatz.

 

Regelmäßig trifft sich die NABU-Fachgruppe in der Ökostation Naundorf, Gäste sind dabei herzlich willkommen! Daneben gibt es zu jeder Jahreszeit verschiedene Veranstaltungen und Mitmachgelegenheiten, zu denen alle Naturfreunde herzlich eingeladen sind. 

 

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Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte „Vogel des Jahres“. Foto: Reimund Francke
Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte „Vogel des Jahres“. Foto: Reimund Francke

Zum 50. Mal wurde in diesem Jahr ein Vogel des Jahres gekürt, zum Jubiläum gab es eine Premiere: Der Vogel des Jahres wurde in einem zweistufigen Verfahren gewählt. Zur Auswahl standen alle heimischen Arten und jeder in Deutschland konnte sich an der Abstimmung beteiligen – rund 450.000 Menschen haben mitgemacht. Nach dem ersten Wahlgang blieben 10 Spitzenkandidaten übrig: Amsel, Blaumeise, Eisvogel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Haussperling, Kiebitz, Rauchschwalbe, Rotkehlchen und Stadttaube. Gewonnen hat am Ende das Rotkehlchen vor Rauchschwalbe und Kiebitz.

Das Rotkehlchen begeistert die Menschen mit seinem feinen Gesang und dem prächtigen Anblick, lebt oft in direkter Nachbarschaft, vorausgesetzt es findet wilde Ecken. Aber leider gehen auch diesem Vogel mehr und mehr Lebensräume verloren und aufgrund des Insektensterbens droht Nahrungsmangel. Weitere Informationen


Insektensterben

stonehege/pixabay.com

Insekten sind ein wichtiger Teil des Ökosystems, zum Beispiel als Blütenbestäuber oder bei der Bodenbildung, sie sind auch unverzichtbar als Nahrung für viele andere Tierarten. Wissenschaftler haben festgestellt, dass in Deutschland die Zahl der Insekten dramatisch abgenommen hat, viele Arten sind davon betroffen, insbesondere Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen sowie Ameisen. Das ist ein Alarmsignal für den Zustand der Natur. Intensive Landwirtschaft, Flächenversiegelung und der Einsatz von Insektengiften haben vielen Tieren die natürliche Lebensgrundlage entzogen. Das bleibt auch für die Menschen nicht ohne Folgen. Vor allem aber macht es sich bereits bei Vögeln und Fledermäusen bemerkbar. Sie verlieren selbst immer mehr Unterschlupfmöglichkeiten und leiden durch das Insektensterben zudem auch noch unter Nahrungsmangel.

 

Lebensraum zum Summen, Flattern, Zirpen

Der Schutz der Insekten ist ein wichtiges Anliegen des NABU. Entscheidend dabei ist der Erhalt geeigneter Lebensräume – und dabei kann jeder helfen. Blühende Wiesen statt kurzgemähter Rasen, wilde Ecken statt aufgeräumte Gärten, Verzicht auf Insektengifte – es gibt viele Möglichkeiten, wie jeder einen kleinen Beitrag zum Lebensraum- und Insektenschutz leisten kann. Auch bei der Pflege von Parkflächen und Grünanlagen könnte noch sehr viel mehr dafür getan werden, sie als Lebensräume zu erhalten. Das wichtigste ist jedoch ein Umdenken in der Landwirtschaft, wofür sich der NABU bundesweit und auf EU-Ebene einsetzt. Die intensive Landwirtschaft mit monotoner Flächenbewirtschaftung, Bodenzerstörung und Gifteinsatz gefährdet die Artenvielfalt und die gesunde Umwelt. Weitere Informationen


Hilfe für die Schönen der Nacht

Braunes Langohr. Foto: NABU/Eckhard Grimmberger
Braunes Langohr. Foto: NABU/Eckhard Grimmberger

Fledermäuse sind die am meisten gefährdeten Säugetiere Europas und stehen unter strengem gesetzlichen Schutz. Alle einheimischen Fledermausarten ernähren sich ausschließlich von Insekten. Pro Nacht fängt eine Fledermaus sehr viele Mücken, Fliegen, Motten usw. – etwa die Hälfte ihrer Körpermasse. Ihre perfekte Anpassung an das Leben in der Dunkelheit ist beeindruckend: Fledermäuse bringen Ultraschalllaute hervor, hören deren Echos und können so – mittels Echoortung – bei der nächtlichen Jagd die Insekten und auch Hindernisse ausmachen. Als Säugetiere bringen sie winzige Junge zur Welt, die mit Muttermilch aufgezogen werden. Die heimischen Fledermäuse können etwa 30 Jahre alt werden, die kleinsten sind weniger als fünf Zentimeter lang und nur fünf Gramm schwer.

 

Im Zentrum des Fledermausschutzes stehen die Fledermausquartiere. Sie zu erhalten, ist von enormer Bedeutung für den Arterhalt. Außerdem müssen ihre Nahrungsquellen, die Insekten, und die Insektennahrung in den Siedlungen und deren Umfeld gesichert werden. Deshalb sind Baumschutz, extensive Bewirtschaftung von Wiesenflächen, Fassadenbegrünungen sowie das Pflanzen von Obstbäumen und – möglichst einheimischen – Büschen wichtig für den Erhalt dieser interessanten Tiergruppe. Weitere Informationen


Schwalben willkommen

Foto: NABU/Guenter Lessenich
Foto: NABU/Guenter Lessenich

Schwalben sind Kulturfolger und nisten in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen. Trotz dieser Anpassung gibt ihr Bestand mittlerweile Anlass zur Sorge. Verantwortlich für ihren Bestandsrückgang sind u. a. unbedachte Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, der Rückgang von Fluginsekten und der Einsatz von Pestiziden in Gärten und in der Landwirtschaft. Deshalb hat der NABU Sachsen, unterstützt von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, ein landesweites Projekt zum Schutz von Schwalben-Niststätten gestartet. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ will der NABU Sachsen auf die Situation der Schwalben aufmerksam machen, informieren und Naturfreunde, die sich für den Schwalbenschutz einsetzen, würdigen.

 

Der NABU engagiert sich für Schwalben, gibt Tipps, wie man mit einfachen Maßnahmen wie Lehmpfützen und Kunstnestern den Schwalben helfen kann. Die Anbringung von Kotbrettchen unter den Nestern und Schutzfolien an Fensterscheiben helfen, die Akzeptanz für Schwalben und den Erhalt ihrer Nester deutlich zu steigern. Naturnahe Gärten und eine naturverträgliche Landwirtschaft tragen dazu bei, dass Schwalben genügend Insektennahrung finden. Weitere Informationen